Testcamp


  • In diesem Seminar wollen wir uns der postkolonialen Kritik unseres Wissens stellen: Was bedeutet es, wenn sich zeigen lässt, dass alle Begriffe &ndash; etwa: Subjekt, Bürger*in, Staat, Moderne, ... &ndash; mit denen wir unsere Gesellschaft und unser politisches Zusammenleben beschreiben und verstehen, nur eine begrenzten und tief ambivalente europäischen Geschichte und Erfahrung auszudrücken versuchen und damit die multiple, bzw. geteilte Moderne einer verwobenen Weltgesellschaft gerade verfehlen?</p> <p Programm, das hinter dieser Frage steckt, hat der indische Historiker Dipesh Chakrabarty auf die Formel &bdquo;Provincializing Europe&ldquo; (&bdquo;Europa zur Provinz machen!&ldquo;) gebracht</p> <p werden zunächst dieses Programm samt einer Kritik eurozentristischer Vorstellungen von Moderne diskutieren, um dann mit folgenden Fragen anzuschließen: Welches Wissen wird vor genau diesem Hintergrund hegemonial, etwa wenn es um die Form der Wirtschaft geht, die den Staaten der Peripherie aufgedrückt wird? Wie ist dieser Eurozentrismus <span>&nbsp;</span>an Dispositiven des Rassismus und einer Vorstellung von Geschichte beteiligt, die den Bewohner*innen des globalen Südens ihre Handlungsmacht abzusprechen droht?

    Dr. Thore Prien

    230014q
    Provincializing Europe: Postkoloniale Theorie und die Kritik eurozentristischer EpistemologieSoSe 2014